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Innere Medizin & Fachdisziplinen

Zahnmedizin für Hund & Katze – Fachtierarzt Wolkersdorf, Weinviertel

Zahnstein, Parodontitis, FORL und mehr – Diagnostik mit Dentalröntgen und vollständige Zahnbehandlung in überwachter Narkose.

Dentalröntgen
6–8 Aufnahmen je Sanierung
Plaque
Bildet sich nach 12 Stunden neu
Parodontitis
80 % der Zahnerkrankungen beim Hund

Zahnerkrankungen bei Hunden und Katzen

So verschieden Hunde und Katzen sind, so verschieden können auch ihre Zahnerkrankungen sein. Hier erläutern wir einige Zahnerkrankungen, welche am häufigsten bei unseren Vierbeinern vorkommen:

Sowohl Hunde als auch Katzen leiden häufig unter Zahnstein. Zahnstein resultiert aus Plaque, einer mit dem freien Auge nicht sichtbaren Schicht aus Bakterien an den Zähnen. Dieser dünne Film entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einem gut sichtbaren braunen Belag. Zahnstein ist aber nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern kann durchaus Folgeerkrankungen verursachen. Lokale Folgen des Zahnsteins sind Zahnfleischentzündungen, Parodontose, Maulgeruch und in Folge lockere Zähne. Die Bakterien, welche sich am Zahnstein befinden, greifen sowohl den Zahnhalteapparat als auch den Knochen an. Der Knochen zieht sich zurück und die Zahnwurzeln kommen zum Vorschein. Wenn ein Zahn bereits freiliegende Wurzeln zeigt oder gar wackelt, ist er nicht mehr zu erhalten. In Fällen, in denen nur der Zahnhalteapparat angegriffen ist, kann uns das Dentalröntgen helfen zu entscheiden, ob ein Zahn noch erhalten werden kann oder ob er extrahiert werden muss. Systemische Folgen des Zahnsteins und der ständigen bakteriellen Belastung sind Diabetes, Magenbeschwerden, Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen und Herzmuskelentzündungen.

Tierärztin kontrolliert die Zähne eines Hundes

Regelmäßige Kontrolle

Auch wenn unsere vierbeinigen Gefährten Zahnschmerzen nur sehr spät oder gar nicht zeigen, haben sie trotzdem Schmerzen. Darum sollten Sie regelmäßig die Zähne Ihres Lieblings in der Tierarztpraxis Bahnstraße Wolkersdorf kontrollieren lassen und bei Bedarf eine Zahnuntersuchung in Allgemeinanästhesie vornehmen lassen.

Zahnerkrankungen

Die häufigsten Zahnerkrankungen bei Hund und Katze

  1. Gingivitis

    Gingivitis ist die Entzündung des Zahnfleisches (Gingiva), verursacht von Bakterien und Zahnstein an den Zähnen. Diese Entzündung ist vollständig heilbar, wenn der Zahnbelag rechtzeitig entfernt wird.

  2. Parodontitis

    Parodontitis ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates. Das bedeutet, dass es aufgrund von Entzündungen, ausgehend aus der Gingiva, zu Reaktionen an den parodontalen Fasern und dem Kiefer kommt. Dieser Prozess ist irreversibel und führt zum Verlust der Zähne, Zahnfisteln und im schlimmsten Fall zu einer pathologischen Fraktur des Unterkiefers.

  3. FORL (Feline Odontoclastic Resorptive Lesions)

    Katzen leiden sehr häufig unter der Erkrankung FORL (Feline Odontoclastic Resorptive Lesions). Bei dieser Erkrankung kommt es zur Auflösung des Zahnes. Am Beginn ist ein Teil der Wurzel betroffen, bei Voranschreiten der Erkrankung kann es auch zu Schäden an der Krone kommen und zum Abbrechen des Zahnes. Die genaue Ursache dieser Erkrankung ist noch nicht vollständig geklärt, aber man nimmt an, dass es sich um eine fehlgeleitete Immunantwort handelt, welche die Zellen dazu veranlasst, gesunde Zähne abzubauen. Defekte im Bereich der Wurzel können mit freiem Auge nicht entdeckt werden, hierfür wird ein Zahnröntgen benötigt. Jeder kennt das Dentalröntgen bereits aus der Humanmedizin, wo es bei jeder zahnärztlichen Untersuchung dazugehört. Auch in der Veterinärmedizin zeigten Studien, dass es bei Katzen unerlässlich ist, ein Dentalröntgen durchzuführen, um frühzeitig Läsionen an der Wurzel zu erkennen und den Zahn frühestmöglich behandeln zu können. Diese Veränderungen sind bereits im Anfangsstadium schmerzhaft und werden gerade zu Beginn der Erkrankung oft mit freiem Auge nicht erkannt.

  4. Persistierende Milchzähne

    Persistierende Milchzähne kommen häufiger bei Hunden als bei Katzen vor. Hierbei handelt es sich um Milchzähne, welche beim Zahnwechsel nicht von selbst ausfallen. Bleiben Milchzähne bestehen, während der bleibende Zahn schon durchgebrochen ist, können sie diesen Zahn schädigen und zu Fehlstellungen führen. Weiters lagern sich hier sehr oft Futterreste ab und es bildet sich Zahnstein. Diese Milchzähne müssen gezogen werden, um einen gesunden bleibenden Zahn zu ermöglichen.

  5. Karies

    Karies kennt fast jeder Mensch von seinen eigenen Zähnen. Karies ist eine Erkrankung des Zahnhartgewebes und wird von Bakterien verursacht. Karies beim Hund kommt aufgrund der Zahnanatomie recht selten vor. Wenn sie jedoch entsteht, kann der Zahn irreversible Schäden erfahren und kann aufgrund der entstandenen Hohlräume brechen.

Ablauf

So läuft eine Zahnbehandlung in der Tierarztpraxis Bahnstraße Wolkersdorf ab

  1. Schritt 01: Voruntersuchung

    Sie kommen mit Ihrem Liebling für eine Voruntersuchung zu uns in die Praxis. Hier wird eine klinische Untersuchung durchgeführt, ein Blutbild erstellt und je nach Bedarf ein Herzultraschall gemacht, um das Narkoserisiko zu evaluieren und zu minimieren. Das Maul Ihres Tieres wird soweit möglich untersucht, um eine ungefähre OP-Planung sowie Kostenschätzung zu ermöglichen.

  2. Schritt 02: Narkose und Überwachung

    Am Tag der Zahnsanierung wird Ihrem Tier ein Venenzugang gesetzt, damit die Anästhesiemedikamente verabreicht und Infusionen gegeben werden können. Während der OP bekommt Ihr Liebling über einen Trachealtubus ein Gemisch aus Sauerstoff und Narkosegas. Wie bei jeder bei uns in der Praxis durchgeführten Anästhesie wird Ihr Liebling während der OP bei uns vollständig überwacht (Pulsoxymeter, Kapnografie, EKG, Blutdruckmessung, Thermometer) und gegen Wärmeverlust mithilfe von Wärmematten und Wärmekissen geschützt.

  3. Schritt 03: Befund und Dentalröntgen

    Zuerst werden die Zähne grob von Zahnstein befreit, um die Zähne genauer begutachten und Zahnfleischtaschen sondieren zu können. Danach wird ein Dentalröntgen angefertigt. Dafür werden in etwa 6–8 Aufnahmen benötigt. Mit den klinischen Befunden und den Röntgenbefunden gemeinsam wird entschieden, welcher Zahn extrahiert werden muss, und diese Extraktion anschließend durchgeführt.

  4. Schritt 04: Reinigung und Politur

    Danach werden die Zähne gründlich von Zahnstein befreit. Dies geschieht wie bei uns Menschen mit einem wassergekühlten Ultraschallsystem. Besonders wichtig ist die sorgfältige Reinigung der Zahnfleischtaschen, dies kann sehr unangenehm sein, daher ist es unumgänglich, dass sich Ihr Tier dafür in Vollnarkose befindet. Anschließend werden die Zähne poliert, um eine glatte Oberfläche zu schaffen, an der sich Beläge weniger schnell anheften können.

  5. Schritt 05: Zahnpflege zuhause

    Nach einer professionellen Zahnreinigung empfehlen wir den Besitzern eine tägliche Zahnhygiene zuhause durchzuführen. Studien zeigen, dass sich Plaque bereits nach 12 Stunden wieder beginnt zu bilden, daher ist es wichtig, gerade bei Hunden, welche sehr zu Zahnstein neigen, eine regelmäßige – am besten tägliche – Reinigung der Zähne mittels Zahnbürste oder Fingerling durchzuführen.

Anrufen: +43 2245 20046Termin vereinbaren