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Innere Medizin & Fachdisziplinen

Kardiologie für Hund und Katze

Herzerkrankungen früh erkennen und richtig behandeln – mit klinischer Untersuchung, Röntgen, Herzultraschall, EKG und Blutdruckmessung.

Herzultraschall
Schmerzfrei, ohne Sedation
Ausstattung
High-End-Gerät, 3D/4D-Sonden
Zusätzlich
Röntgen, EKG, Blutdruck

Kardiologie in der Tierarztpraxis Bahnstraße Wolkersdorf

Die Tierarztpraxis Bahnstraße Wolkersdorf ist Ihre spezialisierte Anlaufstelle für Herzultraschall (Echokardiografie) und Kardiologie bei Hunden und Katzen im Weinviertel und im Großraum Wien. Tierbesitzer aus den Bezirken Korneuburg, Gänserndorf und Mistelbach sowie aus dem 21. und 22. Bezirk Wien vertrauen auf unsere kardiologische Diagnostik.

Herzerkrankungen treten sowohl bei Hunden als auch bei Katzen häufig auf.

Die frühzeitige Erkennung und richtige Behandlung einer Herzerkrankung können die Lebensqualität Ihres Tieres schützen und sein Leben deutlich verlängern. Wichtig für die Einleitung einer individuellen Therapie ist es, die Art, den Schweregrad und die Ursache einer Herzerkrankung zu bestimmen.

Kardiologie bei uns – kurz zusammengefasst

Wir untersuchen und behandeln Herzerkrankungen bei Hunden und Katzen. Die Praxis steht unter der Leitung von Dr. med. vet. Veljko Turkovic, Fachtierarzt für Innere Medizin der Kleintiere.

Untersuchungen: Herzultraschall (Echokardiografie) mit Doppler und 3D/4D-Sonden, für spezielle Fragestellungen auch mit transösophagealer Sonde, dazu EKG, Blutdruckmessung und Röntgen des Brustkorbs – meist in einem Termin. Der Herzultraschall ist schmerzfrei und in der Regel ohne Beruhigungsmittel möglich.

Typische Herzerkrankungen: beim Hund die myxomatöse Mitralklappenerkrankung (MMVD), die dilatative Kardiomyopathie (DCM) und die Pulmonalstenose, bei der Katze die hypertrophe (HCM) und die restriktive Kardiomyopathie (RCM). Schweregrad und Behandlung richten wir nach den Konsensus-Leitlinien des ACVIM.

Anfahrt aus Wien: Wolkersdorf liegt rund 25 km nördlich von Wien, aus Floridsdorf sind es 25 bis 30 Minuten. Termine nach Vereinbarung; Überweisungen von Haustierärztinnen und Haustierärzten nehmen wir gerne entgegen.

Symptome, die auf eine Herzerkrankung hinweisen

Bitte vereinbaren Sie zeitnah einen Termin, wenn Ihr Hund oder Ihre Katze folgende Symptome zeigt:

  • Husten (besonders nach Aufregung oder Anstrengung)
  • Kurzatmigkeit oder schnelle Atemfrequenz
  • bei Katzen: Atmen mit offenem Maul
  • schnelle Erschöpfung beim Spielen
  • Ohnmachtsanfälle
  • nächtliche Unruhe
  • zunehmender Bauchumfang
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  • allgemeiner Leistungsabfall
  • mangelnde Lebensfreude

Auch wenn Ihr Haustierarzt ein Herzgeräusch oder eine Rhythmusstörung festgestellt hat, empfehlen wir eine kardiologische Untersuchung.

Untersuchungsmethoden

Untersuchungsmethoden in der Kardiologie

In unserer Praxis stehen mehrere Untersuchungsmethoden und diagnostische Mittel zur Verfügung. Neben dem Herzultraschall gehören digitales Röntgen des Brustkorbs (Thoraxröntgen), EKG (Herzrhythmusstörungen) und Blutdruckmessung zu einer vollständigen kardiologischen Untersuchung. Alle Untersuchungen können in einem Termin durchgeführt werden.

  1. Klinisch-kardiologische Untersuchung

    Die Untersuchung beginnt nach Aufnahme des Vorberichtes mit einer klinischen Allgemeinuntersuchung des Patienten. Wichtiger Punkt der kardiologischen Untersuchung ist eine gründliche und ausführliche Auskultation (Abhören) des Herzens und der Lunge. Abnormale Herzgeräusche oder Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) geben erste Hinweise auf eine Herzerkrankung und ihre mögliche Lokalisation.

  2. Herzultraschall (Echokardiografie)

    Die Echokardiografie ist der Goldstandard in der tierkardiologischen Diagnostik. Mit High-End-Ultraschallköpfen stellen wir in Echtzeit alle Herzstrukturen dar: Herzklappen, Herzkammern, Herzwände und die großen Blutgefäße.

  3. ACVIM-Stadien-Einteilung

    ACVIM steht für „American College of Veterinary Internal Medicine“, die amerikanische Fachgesellschaft für Innere Medizin in der Tiermedizin. Sie veröffentlicht sogenannte Konsensus-Leitlinien: Empfehlungen, auf die sich führende Spezialisten nach Auswertung der aktuellen Studien gemeinsam geeinigt haben. Diese Leitlinien gelten international als Standard – auch wir richten Diagnostik und Behandlung danach aus.

  4. Röntgen

    Im Rahmen der kardiologischen Untersuchung ist das Thoraxröntgen (Röntgen vom Brustkorb) von großer Bedeutung. Vorhandene Stauungen, wie Wasser in der Lunge (Lungenödem), sind gut zu erkennen. Zusätzlich können Aussagen über die relative Größe des Herzens und über die Gefäße getroffen werden.

  5. EKG

    Das Elektrokardiogramm (EKG) stellt einen weiteren wichtigen Punkt im Rahmen der kardiologischen Untersuchung dar. Mit dieser unkomplizierten und schmerzfreien Methode lassen sich die einzelnen Phasen des Herzzyklus und eventuell vorliegende Störungen (Herzrhythmusstörungen) erkennen.

  6. Blutdruckmessung

    Nicht nur beim Menschen, sondern auch in der Tiermedizin ist die Blutdruckmessung bei verschiedenen Erkrankungen (z.B. bei Erkrankungen von Herz oder Niere, bei hormonellen Erkrankungen oder im Rahmen der Narkoseüberwachung) von Bedeutung. Erhöhte Blutdruckwerte (Hypertonie) oder erniedrigte Blutdruckwerte (Hypotonie) können zu erheblichen und dauerhaften Schäden an wichtigen Organen führen.

Herzerkrankungen beim Hund

Herzerkrankungen beim Hund – Diagnose & Behandlung

  1. Herzgeräusch beim Hund

    Ein Herzgeräusch (Herzmurmur) beim Hund ist der häufigste kardiologische Zufallsbefund bei der Routineuntersuchung. Es entsteht durch turbulenten Blutfluss – meist durch eine undichte Herzklappe. Herzgeräusche werden in Grade 1–6/6 eingeteilt: Grad 1–2 sind kaum hörbar, Grad 5–6 sind auch ohne Stethoskop als Schwirren spürbar (Präkordialthrill). Die häufigste Ursache beim Hund ist die myxomatöse degenerative Mitralklappenerkrankung (MMVD).

  2. Kurzatmigkeit beim Hund – wann ist das Herz schuld?

    Kurzatmigkeit (Dyspnoe) beim Hund kann viele Ursachen haben – eine fortgeschrittene Herzerkrankung ist eine davon, eine Lungenerkrankung eine andere. Typische herzbedingte Symptome beim Hund sind: anhaltender trockener Husten (besonders nachts oder beim Aufstehen), erhöhte Atemfrequenz in Ruhe (> 30 Atemzüge pro Minute im Schlaf = Alarmzeichen), rasche Erschöpfung beim Spazierengehen, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust (Herzkachexie), Bauchumfangszunahme (Aszites bei Rechtsherzversagen) sowie Synkopen (kurze Ohnmachtsanfälle).

  3. Myxomatöse Mitralklappenerkrankung (MMVD) beim Hund

    Die myxomatöse degenerative Mitralklappenerkrankung (MMVD, früher: CDVD – Chronic Degenerative Valvular Disease) ist die häufigste Herzerkrankung beim Hund (> 75 % aller Herzerkrankungen). Die Mitralherzklappe verdickt sich mit zunehmendem Alter und schließt nicht mehr dicht – es entsteht eine Rückströmung von Blut (Mitralklappeninsuffizienz). Betroffen davon sind besonders kleine und mittelgroße Hunderassen (z.B. Cavalier King Charles Spaniel, Chihuahua, Dackel, Pudel).

  4. Dilatative Kardiomyopathie (DCM) beim Hund

    Die dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist die häufigste primäre Herzmuskelerkrankung beim Hund. Das Herz vergrößert sich und verliert seine Pumpkraft (systolische Dysfunktion). Besonders betroffen sind große und Riesenrassen: z.B. Dobermann Pinscher, Irish Wolfhound, Deutsche Dogge, Neufundländer, Boxer und Scotch Deerhound.

  5. Pulmonalstenose (PS) beim Hund

    Die Pulmonalstenose ist eine der häufigsten angeborenen Herzfehlbildungen beim Hund. Sie bezeichnet eine Verengung im Bereich der Pulmonalklappe (am häufigsten valvulär), die den Blutfluss aus der rechten Herzkammer in die Lungenarterie behindert. Betroffen sind vor allem: Französische Bulldogge, Englische Bulldogge, Boxer, Beagle, Cocker Spaniel, Samojede, Chow Chow und Keeshond.

Herzerkrankungen bei der Katze

Herzerkrankungen bei der Katze – was Katzenbesitzer wissen müssen

Herzerkrankungen bei Katzen verlaufen oft lange ohne sichtbare Symptome – Katzen verstecken Schwäche und Schmerzen instinktiv. Umso wichtiger ist es, die Frühzeichen zu kennen und bei Verdacht sofort einen Fachtierarzt aufzusuchen. In der Tierarztpraxis Bahnstraße Wolkersdorf bieten wir spezialisierte Herzdiagnostik für Katzen aus dem Weinviertel, den Bezirken Korneuburg, Gänserndorf und Mistelbach sowie dem 21. und 22. Bezirk Wien an.

  1. Herzgeräusch bei der Katze

    Ein Herzgeräusch bei der Katze wird oft zufällig bei einer Routineuntersuchung entdeckt. Nicht jedes Herzgeräusch bei der Katze erfordert eine Behandlung – manche Befunde müssen nur kontrolliert werden. Ob eine Behandlung nötig ist, lässt sich aber nur mit einem Herzultraschall klären. Deshalb muss jedes Herzgeräusch bei der Katze echokardiografisch abgeklärt werden.

  2. Kurzatmigkeit bei der Katze – ein Notfallzeichen

    WICHTIG: Kurzatmigkeit, Atmen mit offenem Maul oder Bauchatmung bei einer Katze ist ein medizinischer Notfall. Ursachen können sein: Pleuraerguss (Flüssigkeit im Brustkorb als Folge einer Herzerkrankung), akutes Lungenödem (Herzinsuffizienz) oder Aortenthrombembolie (ATE) – ein plötzlicher Gefäßverschluss, der zu Lähmungen führt.

  3. Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) bei der Katze

    Die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist die häufigste Herzerkrankung bei Katzen. Sie ist gekennzeichnet durch eine Verdickung der Herzmuskelwände (Hypertrophie), was die Herzfüllung und -funktion beeinträchtigt. Besonders häufig betroffen sind: Maine Coon und Ragdoll (erbliche Form), Britisch Kurzhaar, Persische Katze sowie ältere männliche Katzen allgemein.

  4. Restriktive Kardiomyopathie (RCM) bei der Katze

    Die restriktive Kardiomyopathie (RCM) ist die zweithäufigste Herzerkrankung bei Katzen. Im Gegensatz zur HCM ist hier nicht die Wanddicke erhöht, sondern die Herzwand ist versteift (fibrotisch) – was die Füllung des Herzens in der Diastole einschränkt. Die RCM ist echokardiografisch schwieriger zu diagnostizieren und hat oft eine schlechtere Prognose als die HCM.

  5. ACVIM-Leitlinien für HCM bei der Katze

    Gemäß den aktuellen ACVIM-Konsensempfehlungen für Kardiomyopathien bei Katzen gilt: Katzen mit asymptomatischer HCM (Stadium B) ohne Vorhofvergrößerung benötigen keine medikamentöse Therapie, aber regelmäßige echokardiografische Kontrollen, deren Abstand wir nach dem aktuellen Befund festlegen. Bei mittel- bis hochgradiger Vergrößerung des linken Vorhofs (Stadium B2) wird eine vorbeugende Behandlung gegen Blutgerinnsel empfohlen, da das Risiko einer Aortenthrombembolie (ATE) steigt.

Für Kollegen

Fachdetails für Tierärztinnen und Tierärzte

  1. Messwerte, Verfahren und Studienlage

    Ergänzende Fachinformationen zu den Untersuchungsmethoden und Erkrankungen auf dieser Seite – für überweisende Kolleginnen und Kollegen.

Ratgeber

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