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Ratgeber Symptome

Husten bei Hund und Katze

Zwingerhusten, Trachealkollaps, Bronchitis oder Herz? Was hinter dem Husten steckt und wie Röntgen, Endoskopie und Herzultraschall helfen.

Symptom

Was Sie über Husten wissen sollten

  • Hund
  • Katze

Husten bei Hunden und Katzen ist ein weit verbreitetes Symptom, das auf eine Vielzahl von Erkrankungen des Atmungssystems hinweisen kann. Ob als kurzfristige Reaktion auf Reizstoffe oder als Zeichen einer chronischen Erkrankung – Husten erfordert stets eine sorgfältige Abklärung durch einen Tierarzt, da er auf unterschiedliche Gesundheitsprobleme hindeuten kann. Der Hustenreflex ist ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers, der darauf abzielt, die Atemwege von Fremdkörpern, Reizstoffen oder überschüssigem Schleim zu befreien. Er kann sowohl bei akuten als auch bei chronischen Erkrankungen auftreten und ist daher ein wichtiger Hinweisgeber für die Gesundheit von Tieren. Die Ursachen für Husten sind vielfältig und reichen von harmlosen Reizungen der oberen Atemwege über Infektionen, allergische Reaktionen und parasitären Befall bis hin zu schweren Erkrankungen wie Herzerkrankungen oder Tumoren. Eine frühzeitige und präzise Diagnose ist entscheidend, um die zugrunde liegende Ursache zu ermitteln und eine geeignete Therapie einzuleiten, die die Lebensqualität des betroffenen Tieres verbessert.

Mögliche Ursachen

Husten bei Haustieren kann viele verschiedene Ursachen haben, die in folgende Kategorien unterteilt werden können:

Erkrankungen der oberen Atemwege:

  • Infektionen: Bakterielle oder virale Infektionen, wie die „Zwingerhusten“-Erkrankung bei Hunden, können zu einem bellenden Husten führen. Bei Katzen sind Viren wie das Feline Herpesvirus (FHV-1) oft verantwortlich.
  • Allergien: Pollen, Staub oder andere Umweltallergene können bei Hunden und Katzen Husten und Niesen auslösen.
  • Fremdkörper: Ein in die Atemwege gelangter Fremdkörper kann zu akutem Husten führen, wenn das Tier versucht, ihn loszuwerden.
  • Trachealkollaps: Brachyzephale/Toy-Rassen (z.B. Yorkshire Terrier, Pomeranian (Zwergspitz), Chihuahua, Malteser, Toy Pudel) – sehr häufig ist die Krankheit chronisch progressiv. Husten hört sich wie „Gänseschnattern“ an.

Erkrankungen der unteren Atemwege:

  • Tracheobronchitis (Kennel Cough – Bordetella, CAV-2, CIV)
  • Bronchitis: Entzündungen der Bronchien können zu chronischem Husten führen. Diese Erkrankung hat häufig eine allergische Ursache und wird durch Umweltfaktoren wie Zigarettenrauch oder Luftverschmutzung begünstigt.
  • Bronchomalazie/Bronchiektasie
  • Lungenentzündung (Pneumonie): Eine bakterielle oder virale Pneumonie kann mit Husten, Fieber und Atemnot einhergehen.
  • Herzerkrankungen/Lungenödem: Herzkrankheiten können zu einem „Wassereintritt“ in die Lunge führen, der infolge von Herzinsuffizienz Husten auslösen kann.
  • Tumore: Besonders bei älteren Tieren kann Husten durch Tumore in der Lunge oder den Atemwegen verursacht werden.
  • Parasitäre Infektionen: Besonders in bestimmten geographischen Gebieten können Lungenwürmer Husten bei Hunden und Katzen auslösen.

Diagnostik

Um die Ursache für den Husten bei einem Hund oder einer Katze zu finden, sind verschiedene diagnostische Verfahren erforderlich:

Anamnese und klinische Untersuchung

  • Röntgenaufnahmen: Ein Röntgenbild des Thorax (Brustkorb) ist oft notwendig, um Veränderungen in der Lunge oder im Herzen zu erkennen.
  • Blutuntersuchungen: Blutuntersuchungen können helfen, Entzündungen oder Infektionen zu identifizieren, die zu Husten führen könnten.
  • Endoskopie: In manchen Fällen kann eine Endoskopie der Atemwege erforderlich sein, um mögliche Fremdkörper, Tumore oder Entzündungen direkt zu untersuchen.
  • Spezifische Tests: Tests wie der Nachweis von Lungenwürmern oder Viren können je nach Verdachtsdiagnose durchgeführt werden.

Therapie

Die Behandlung des Hustens hängt maßgeblich von der zugrunde liegenden Ursache ab.

Medikamentöse Therapie:

  • Antibiotika: Bei bakteriellen Infektionen oder sekundären bakteriellen Infektionen infolge einer viralen Erkrankung.
  • Antitussiva (Hustenmittel): Bei störendem oder schmerzhaftem Husten können Hustenmittel verschrieben werden, die den Hustenreiz unterdrücken.
  • Entzündungshemmer: Bei Entzündungen der Atemwege können entzündungshemmende Medikamente helfen.
  • Bronchodilatatoren: Bei bronchialer Obstruktion können Medikamente verschrieben werden, die die Atemwege erweitern.

Chirurgische Behandlung:

  • Fremdkörperentfernung: Wenn ein Fremdkörper in den Atemwegen des Tieres steckt, ist eine chirurgische Entfernung erforderlich.
  • Tumorentfernung: Bei Tumoren kann eine chirurgische Entfernung sinnvoll sein, wenn der Tumor operabel ist.

Symptomatische Behandlung:

  • Hustenunterdrückende Maßnahmen: Bei Husten aufgrund von Umwelteinflüssen oder Allergien kann es helfen, Reizstoffe (z.B. Rauch, Staub) zu minimieren und eine feuchte Umgebung zu schaffen.
  • Herzmedikamente: Bei Herzinsuffizienz können nach einem ausführlichen Herzultraschall Medikamente eingesetzt werden, um die Herzfunktion zu unterstützen und den Husten zu lindern.

Häufige Fragen zu Husten

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Unser Leitsatz

Das Wohlbefinden und die Lebensqualität unserer tierischen Patienten stehen für uns im Mittelpunkt unserer Arbeit.

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