Symptom
Vermehrtes Trinken & Harnabsatz
Polyurie und Polydipsie: Wenn Ihr Tier plötzlich viel trinkt und viel Harn absetzt – von der Trinkmengenmessung bis zur Diagnose.
Fachtierarztpraxis für Kleintiere · Wolkersdorf im Weinviertel
Ratgeber Krankheiten
Blasenentzündung, Harnsteine, feline idiopathische Zystitis oder Prostata: Warum Wasserlassen schwerfällt und wann es ein Notfall ist.
Krankheit
Harnabsatzstörungen (Dysurie) bezeichnen Schwierigkeiten beim Wasserlassen, wie ein erfolgloses Pressen oder einen verlängerten Harnabsatz. Dieses Symptom wird manchmal mit Darmverstopfungen (Obstipation) verwechselt.
Ähnliche Beschwerden sind Strangurie (schmerzhafter Harndrang) und Pollakisurie (häufiges Absetzen kleiner Urinmengen), die nicht immer klar voneinander abzugrenzen sind. Die Ursache liegt meist in den unteren Harnwegen.
Eine Blasenentzündung (Zystitis) kann sowohl Hunde als auch Katzen betreffen, wobei weibliche Tiere aufgrund ihrer kürzeren Harnröhre häufiger betroffen sind als männliche.
Häufige Erreger sind Bakterien wie Escherichia coli (E. coli), Streptokokken, Staphylokokken oder Proteus-Spezies. In seltenen Fällen können auch Viren oder Pilze eine Zystitis auslösen.
Darüber hinaus können Blasensteine oder Blasengries als mechanische Reizfaktoren eine Entzündung hervorrufen. Tumore in der Blase können ähnliche Symptome wie eine Blasenentzündung verursachen und sollten daher ebenfalls in Betracht gezogen werden.
Unter bestimmten Umständen, wie einem ungünstigen pH-Wert im Urin, langem Verweilen des Urins in der Blase oder der Einnahme bestimmter Medikamente, können Mineralstoffe im Urin ausfallen. Dies führt zur Bildung von Blasengrieß und Blasensteinen. Je nach Art des ausgefallenen Minerals entstehen verschiedene Arten von Steinen, die von kleinen Partikeln in der Größe eines Sandkorns bis hin zu größeren Gebilden, die golfballgroß werden können, reichen.
Von Blasengrieß spricht man, wenn sandähnliche Strukturen vorliegen, aber noch kein fester Stein gebildet wurde. Diese Fremdkörper in der Blase können eine Entzündung verursachen und die typischen Symptome einer Blasenentzündung hervorrufen.
Wenn ein Stein aus der Blase in die Harnröhre gelangt und diese verstopft, führt dies zu einer Obstruktion der Harnröhre, wodurch der Urin nicht mehr abgesetzt werden kann. Dies stellt einen medizinischen Notfall dar und erfordert sofortige Behandlung. Besonders bei Katern tritt dieses Problem häufiger auf, da Struvitkristalle die Harnröhre blockieren können.
Harnblasentumore und/oder Tumore des unteren Harntrakts sind bei Hunden häufiger anzutreffen als bei Katzen und betreffen meist ältere Tiere. Der häufigste Tumor in der Blase ist das Übergangszellkarzinom, das in den Zellen der Blasenwand entsteht. Diese Tumoren können die Blase und die Harnröhre blockieren und Symptome wie Hämaturie (Blut im Urin), Strangurie (Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen) und Pollakisurie (häufiges Urinieren) verursachen. Aufgrund der unspezifischen Symptome wird der Tumor oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, da diese Tumore häufig aggressiv sind und Metastasen bilden können.
Die feline idiopathische Zystitis ist eine Blasenentzündung, die nicht durch Infektionen oder Blasensteine verursacht wird, sondern durch Stress. Der genaue Pathomechanismus dieser Erkrankung ist jedoch noch nicht vollständig geklärt.
Bei Katzen können tatsächlich bereits kleine Veränderungen im Alltag, wie ein neues Katzenklo, ein Umzug, ein fremder Besucher oder veränderte Arbeitszeiten des Besitzers, Stress auslösen. Auch andere gesundheitliche Probleme, wie schmerzhafte Zähne oder Gelenke, können die Symptome verstärken. Der durch die Zystitis verursachte Schmerz führt zu weiterem Stress, was einen Teufelskreis in Gang setzt. Häufig betroffen sind Katzen in Mehrkatzenhaushalten, Wohnungskatzen und adipöse Tiere.
Die Symptome ähneln denen einer bakteriellen Zystitis oder von Harnsteinen. Bei Katern kann es sogar zu einer Obstruktion der Harnröhre kommen. Daher müssen alle anderen Ursachen für die Zystitis ausgeschlossen werden, um eine Diagnose der idiopathischen Zystitis zu stellen.
Nachdem die Diagnose gestellt wurde, ist es wichtig, die Katze genau zu beobachten, ihre Bedürfnisse zu erkennen und ihr Wohlbefinden zu fördern. Dazu gehören unter anderem ein passendes Katzenklo-Management, eine feste tägliche Routine, ausreichend Beschäftigung, Gewichtsreduktion und eine angepasste Ernährung.
Diese Erkrankung ist sowohl für die Katzen als auch für ihre Besitzer oft frustrierend, weshalb viele Unterstützung von Verhaltensmedizinern suchen, um das Leben der Katze und ihrer Familie zu erleichtern. Zusätzlich können Medikamente oder Futterzusätze helfen.
Prostatitis ist eine Entzündung der Prostata, die bei männlichen Hunden häufig durch bakterielle Infektionen verursacht wird. Sie tritt oft bei nicht kastrierten Hunden auf und kann akut oder chronisch verlaufen. Symptome umfassen Schmerzen beim Urinieren, häufigen Harndrang, Blut im Urin, Fieber, Appetitlosigkeit und in schweren Fällen Schwierigkeiten beim Gehen oder Kotabsatz.
Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung, Ultraschall und Analyse von Urin oder Prostataflüssigkeit. Kastration kann bei wiederkehrenden oder chronischen Fällen präventiv wirken.
Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata, die bei älteren, nicht kastrierten Rüden häufig auftritt. Sie entsteht durch hormonelle Veränderungen, insbesondere das Ungleichgewicht von Testosteron und dessen Abbauprodukten.
Im Gegensatz zum Menschen verursacht eine Prostatahyperplasie (Vergrößerung der Prostata) beim Hund in der Regel keine Harnabsatzbeschwerden, sondern Kotabsatzprobleme. Zeigt Ihr Rüde einen veränderten Kotabsatz (erschwert, Kot hat eine abgeflachte Form), dann sollte unbedingt die Prostata untersucht werden. Jedoch kann es bei stark vorangeschrittenen Erkrankungen auch zur Obstruktion der Urethra kommen.
Die Diagnose wird durch Abtasten und Ultraschall gestellt. Die Behandlung umfasst in der Regel eine Kastration, die das Wachstum stoppt und die Prostata schrumpfen lässt. Alternativ können medikamentöse Therapien angewendet werden. Frühe Erkennung und Behandlung verhindern Komplikationen wie Prostatazysten oder Infektionen.
Auffälligkeiten bei Katzen:
Katzen neigen dazu, Symptome subtiler zu zeigen. Oftmals fällt den Haltern nur auf, dass die Katze häufiger die Katzentoilette aufsucht, aber nur kleine Mengen Urin absetzt.
Unsauberkeit außerhalb der Katzentoilette ist bei Katzen ein häufiges Anzeichen.
Auffälligkeiten bei Hunden:
Bei Hunden ist vermehrtes Winseln oder verändertes Verhalten beim Spaziergang (z. B. häufiges Hocken zum Urinieren) ein typisches Warnzeichen.
Manche Hunde verweigern das Wasserlassen, was auf Schmerzen hindeuten kann.
Wenn diese Symptome auftreten, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um Komplikationen wie aufsteigende Harnwegsinfektionen oder Nierenschäden zu vermeiden.
Um bakterielle Blasenentzündungen von Tumoren oder Harnsteinen (Urolithiasis) zu unterscheiden, sind spezifische Untersuchungen nötig. Ein Ultraschall der Harnblase wird durchgeführt, um Steine oder Tumore auszuschließen. Dabei kann eine sterile Harnprobe mittels Zystozentese (sterile Entnahme des Harns direkt aus der Blase) gewonnen werden, um Verunreinigungen durch Keime aus der Umgebung zu vermeiden.
Der Harn wird anschließend in der Tierarztpraxis Bahnstraße Wolkersdorf analysiert. Mit einem Teststreifen werden Parameter wie Glukose, Keton, Protein, Blut, pH-Wert, Nitrit und Leukozyten überprüft. Zusätzlich wird das spezifische Gewicht des Harns mittels Refraktometer bestimmt und das Sediment mikroskopisch untersucht. Besteht Verdacht auf eine bakterielle Entzündung, wird die sterile Probe zur bakteriologischen Kultur ins Labor geschickt. Bei nachgewiesenem Bakterienwachstum wird ein Antibiogramm erstellt, um die passende Therapie auszuwählen.
Röntgenaufnahmen des caudalen Bauchraums können erforderlich sein, um Harnröhrensteine nachzuweisen. Eine Blutuntersuchung hilft, Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus, Cushing-Syndrom oder Nierenerkrankungen zu identifizieren, die Blasenentzündungen begünstigen können.
Bei therapieresistenten Entzündungen oder Tumorverdacht sind weiterführende Untersuchungen wie eine Zystoskopie (endoskopische Harnblasenuntersuchung) oder Röntgenaufnahmen mit Kontrastmittel nötig und können alle in der Tierarztpraxis Bahnstraße Wolkersdorf durchgeführt werden.
Die Prostata wird zunächst rektal abgetastet und anschließend per Ultraschall untersucht. Bei auffälligen Veränderungen können Gewebeproben mittels Feinnadel oder Saugbiopsie entnommen werden, um die Ursache abzuklären.
Bakterielle Blasenentzündungen (Zystitiden) werden gezielt mit Antibiotika behandelt, die auf Basis eines Antibiogramms (eine mikrobiologische Untersuchungsmethode, bei der die Wirksamkeit verschiedenster Antibiotika gegen Bakterien ausgetestet wird) ausgewählt werden. Ergänzend kommen entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz, um die Beschwerden zu lindern. Das Antibiotikum wird erst nach einer erneuten Harnkontrolle und einem negativen bakteriologischen Befund abgesetzt, um einen Rückfall zu verhindern.
Blasensteine erfordern je nach Zusammensetzung unterschiedliche Ansätze: Einige Steine können durch eine gezielte Futterumstellung (diätetische Behandlung) aufgelöst werden, während andere operativ durch eine Zystotomie entfernt werden müssen. Nach erfolgreicher Behandlung ist in vielen Fällen eine lebenslange Spezialdiät notwendig, um das Risiko einer Neubildung zu minimieren.
Tumore in der Harnblase oder Harnröhre müssen zunächst genau diagnostiziert werden, um die Tumorart zu bestimmen. Auf dieser Grundlage können mögliche Therapieoptionen, wie etwa eine Chemotherapie, individuell besprochen werden.
Sollten bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze die genannten Symptome auftreten, stehen wir Ihnen in der Tierarztpraxis Bahnstraße Wolkersdorf gerne zur Seite. Unsere modernen diagnostischen Verfahren ermöglichen eine präzise Abklärung und individuelle Behandlung. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren – wir kümmern uns mit Fachwissen und Einfühlungsvermögen um Ihr vierbeiniges Familienmitglied.
Eine präventive Gabe von Antibiotika bei ersten Anzeichen einer Blasenentzündung ist nicht empfehlenswert. Der Grund dafür liegt in der Gefahr von Antibiotikaresistenzen, die durch unnötige oder unsachgemäße Anwendung entstehen können. Außerdem könnte eine Behandlung ohne vorherige Diagnose dazu führen, dass die eigentliche Ursache, wie Blasensteine, Tumore oder andere Erkrankungen, übersehen wird.
Eine genaue Diagnose, zum Beispiel durch eine Harnuntersuchung und eventuell weitere diagnostische Maßnahmen, ist entscheidend, um die richtige Therapie einzuleiten. Wenn eine bakterielle Infektion vorliegt, sollte die Wahl des Antibiotikums auf Basis eines Antibiogramms erfolgen, um gezielt und effektiv zu behandeln.
Auch wenn Sie zu Hause Harn gesammelt haben, ist es empfohlen, direkt in der Praxis erneut eine Harnprobe aus der Blase zu entnehmen, um sicherzustellen, dass der Urin nicht durch äußere Keime kontaminiert ist. Harn, der in einem Behälter aufgefangen wird, kann durch den Kontakt mit der Umgebung Keime aus dem Genitalbereich aufnehmen, was zu einem falschen Ergebnis führen kann. Die Entnahme einer sterilen Probe direkt aus der Blase (Zystozentese) ermöglicht eine präzise Untersuchung, insbesondere wenn der Verdacht auf eine bakterielle Infektion besteht.
Nein, das ist nicht zwingend nötig. Sowohl der Ultraschall als auch die Zystozentese benötigen in der Regel keine Sedierung.
Eine Zystozentese ist in der Regel ein gut verträglicher und schneller Eingriff, bei dem eine sterile Harnprobe direkt aus der Blase entnommen wird.
In den meisten Fällen wird die Zystozentese von den Tieren gut toleriert. Die meisten Tiere empfinden nur einen kurzen, leichten Schmerz, vergleichbar mit dem Gefühl einer Impfung.
Wir, in der Tierarztpraxis Bahnstraße Wolkersdorf, werden sicherstellen, dass der Eingriff so angenehm wie möglich für Ihr Tier ist. Wenn Sie Bedenken haben, können Sie diese gerne vor dem Eingriff ansprechen.
Ja, auch kastrierte Rüden können eine Prostataerkrankung bekommen, obwohl das Risiko deutlich geringer ist als bei nicht kastrierten Rüden. Bei kastrierten Hunden sinkt der Testosteronspiegel, was das Wachstum der Prostata und das Risiko für Erkrankungen wie benigne Prostatahyperplasie (BPH) reduziert. Dennoch können andere Erkrankungen wie Prostatitis (Entzündung der Prostata) oder sogar Prostatatumoren auch bei kastrierten Hunden auftreten, insbesondere bei älteren Tieren.
Es ist wichtig, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Bei Symptomen wie Problemen beim Urinieren, Blut im Urin oder schmerzhaftem Verhalten sollte der Tierarzt konsultiert werden, um die Ursache abzuklären.
Dysurie kann bei Hunden und Katzen durch verschiedene Risikofaktoren ausgelöst werden. Zu den häufigsten zählen:
Das Verhalten Ihrer Kätzin kann auf ein ernstes Problem hindeuten und sollte schnellstmöglich von einem Tierarzt abgeklärt werden. Wenn eine Katze ständig auf das Katzenklo geht und scheinbar keine oder nur sehr kleine Mengen Urin absetzt, könnte dies auf eine Harnwegsinfektion, Harnsteine, eine Verstopfung der Harnröhre (insbesondere bei Katern) oder eine Blasenentzündung hinweisen. Diese Zustände können sehr schmerzhaft sein und, wenn sie nicht behandelt werden, zu schweren Komplikationen führen.
Ein echter medizinischer Notfall, der sofort tierärztliche Hilfe erfordert, liegt vor, wenn ein Kater nicht mehr in der Lage ist, Harn abzusetzen. Besonders bei Katern kann eine Harnröhrenverstopfung zu einer lebensbedrohlichen Situation führen, die schnelles Handeln notwendig macht.
Um dies abzuklären, führen wir in der Tierarztpraxis Bahnstraße Wolkersdorf zusätzlich zur klinischen Untersuchung auch eine Ultraschalluntersuchung der Harnblase und Harnwege durch.
Dies ist ein NOTFALL! Besonders Kater können eine vollständige Harnröhrenverstopfung entwickeln, die innerhalb von 24–48 Stunden tödlich sein kann. Bitte kontaktieren Sie sofort unsere Praxis oder eine Notfall-Tierarztpraxis.
Dysurie = Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Pressen, wenig Harn, Schmerzen). Polyurie = übermäßige Harnproduktion (sehr viel Harn). Beide sehen ähnlich aus, haben aber verschiedene Ursachen und erfordern unterschiedliche Diagnostik.
Ja — die Tierarztpraxis Bahnstraße in Wolkersdorf führt vollständige urologische Diagnostik durch: Urinanalyse, Ultraschall der Harnblase, Zystoskopie und Röntgen. Ca. 20–35 Min. von Mistelbach, 20–40 Min. von Gänserndorf.
Aus dem 21. Bezirk (Floridsdorf) ca. 25–30 Min., aus dem 22. Bezirk (Donaustadt) ca. 30–40 Min. Per S2-Schnellbahn ab Wien Praterstern ca. 35 Min.
Einzugsgebiet
Die Tierarztpraxis Bahnstraße Wolkersdorf liegt zentral im nördlichen Niederösterreich und ist schnell erreichbar aus dem gesamten Weinviertel und Wien-Nord:
Bahnstraße 92, 2120 Wolkersdorf im Weinviertel · B7 Brünner Straße · S2-Schnellbahn Wien Praterstern → Wolkersdorf
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