Symptom
Vermehrtes Trinken & Harnabsatz
Polyurie und Polydipsie: Wenn Ihr Tier plötzlich viel trinkt und viel Harn absetzt – von der Trinkmengenmessung bis zur Diagnose.
Fachtierarztpraxis für Kleintiere · Wolkersdorf im Weinviertel
Ratgeber Krankheiten
Wenn Zucker im Blut bleibt statt in die Zellen zu gelangen: Formen, Symptome, Diagnostik und Insulintherapie bei Hund und Katze.
Krankheit
Diabetes mellitus ist eine Störung des Zuckerstoffwechsels, bei der der Zucker aus dem Blut nicht mehr in die Zellen transportiert wird. Dies geschieht entweder, weil der Körper zu wenig Insulin produziert oder das Insulin nicht richtig wirkt.
Zucker (Glukose) ist eine wichtige Energiequelle für den Körper und wird durch die Nahrung sowie den Abbau von Fett und Muskeln bereitgestellt. Damit der Zucker aus dem Blut in die Zellen gelangen kann, ist Insulin erforderlich. Dieses Hormon wird in den sogenannten Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert.
Bei Diabetes funktioniert dieser Prozess nicht mehr richtig. Der Zucker verbleibt im Blut und wird über den Urin ausgeschieden. Obwohl das Tier ausreichend Nahrung aufnimmt, fehlt dem Körper die notwendige Energie, da der Zucker nicht in die Zellen gelangt.
Diese Energieknappheit kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit des Tieres haben und erfordert eine gezielte Behandlung.
Hunde entwickeln meist Typ-1-Diabetes, bei dem die Bauchspeicheldrüse kein oder nur wenig Insulin produziert. Ursache ist häufig die Zerstörung der Beta-Zellen durch Entzündungen oder Autoimmunreaktionen. Bestimmte Rassen wie Beagle, Cairn Terrier und Samojeden sind genetisch anfälliger, jedoch kann jede Rasse betroffen sein.
Katzen zeigen meist Typ-2-Diabetes, ähnlich dem Altersdiabetes beim Menschen. Hier reagiert der Körper nicht mehr ausreichend auf Insulin, oft durch dauerhaft hohe Insulinspiegel bedingt. Diese Form ist theoretisch umkehrbar, wenn frühzeitig behandelt. Bei Hunden tritt Typ-2-Diabetes nicht auf.
Diese Form wird durch andere Grunderkrankungen wie Morbus Cushing, Pankreatitis, Schilddrüsenunterfunktion oder Akromegalie ausgelöst und kann sowohl bei Hunden als auch bei Katzen vorkommen.
Im Diöstrus (bestimmte Phase des Zyklus) steigt der Progesteronspiegel, ein Hormon, das Insulin entgegenwirkt. Dies kann zu einer vorübergehenden Insulinresistenz und erhöhtem Blutzucker führen. Ohne Behandlung kann daraus ein permanenter Diabetes entstehen.
Bei Diabetes mellitus bleibt der Zucker (Glukose) im Blut, anstatt in die Zellen zu gelangen, wo er als Energiequelle dient. Dadurch fehlt dem Körper Energie, obwohl die Glukose im Blut erhöht ist. Dies führt zu:
Bei länger bestehendem Diabetes können weitere Symptome auftreten wie Erbrechen, Apathie, Appetitlosigkeit (Anorexie), grauer Star (Katarakt), Schwäche in den Hinterbeinen (vor allem bei Katzen).
Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um diese Symptome zu lindern und Folgeerkrankungen zu vermeiden.
Bei Diabetes sind die Zuckerwerte im Blut (Glukose) sowie die Langzeitzuckerwerte (Fruktosamin) erhöht. Um mögliche Begleiterkrankungen wie eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) oder Morbus Cushing auszuschließen, empfiehlt sich ein umfassendes Organprofil mit Blutbild (Hämatologie) und eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums.
Zusätzlich wird der Urin auf Zucker (Glukose) untersucht und überprüft, ob eine bakterielle Infektion vorliegt. Diese Tests helfen uns, die richtige Diagnose zu stellen und eine passende Behandlung für Ihre Hunde und Katzen durchzuführen. Alle Untersuchungen können bei uns in der Tierarztpraxis Bahnstraße Wolkersdorf vorgenommen werden, sodass wir Ihre Tiere umfassend begleiten können.
Die Behandlung zielt darauf ab, den Blutzucker zu kontrollieren und das Wohlbefinden des Tieres zu verbessern.
Regelmäßige Fütterungszeiten helfen, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten.
Moderate, regelmäßige Bewegung hilft, den Blutzucker zu stabilisieren, aber plötzliche intensive Aktivität sollte vermieden werden.
Fruktosaminwerte kontrollieren, um den Langzeitblutzucker zu beurteilen.
Bei Unsicherheit oder weiteren Fragen können Sie uns jederzeit in der Tierarztpraxis Bahnstraße Wolkersdorf kontaktieren. Wir beraten Sie gerne in Ihrem individuellen Fall.
Ein dauerhaft hoher Blutzuckerspiegel kann schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen. Zu den möglichen Folgen zählen:
Diese Komplikationen verdeutlichen die Notwendigkeit einer frühzeitigen Diagnose und konsequenten Behandlung von Diabetes mellitus.
Um schwerwiegende Folgen von Diabetes zu vermeiden, empfehlen wir eine jährliche Vorsorgeuntersuchung für Hunde und Katzen. Zeigt Ihr Haustier eines oder mehrere der Symptome, vereinbaren Sie gerne einen Termin bei uns in der Tierarztpraxis Bahnstraße Wolkersdorf.
Übergewicht ist ein wichtiger Risikofaktor für Diabetes, insbesondere bei Katzen. Achten Sie darauf, dass Ihr Tier ein gesundes Gewicht behält. Bei Bedarf sollte das Gewicht schrittweise und unter tierärztlicher Anleitung reduziert werden.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Haustier ausreichend Bewegung bekommt. Sportliche Aktivitäten helfen, das Gewicht zu kontrollieren und die Insulinempfindlichkeit zu verbessern.
Es gibt kontinuierliche Glukose-Messsysteme, die auch bei Tieren eingesetzt werden können. Diese messen den Blutzuckerspiegel über etwa 14 Tage hinweg, ohne dass eine Blutentnahme erforderlich ist.
Alternativ können Sie den Blutzucker mit einem speziellen Messgerät (Glukometer) für Tiere zu Hause kontrollieren, indem Sie einen kleinen Tropfen Blut aus dem Ohr oder der Pfote entnehmen.
Die Therapieplanung und das Blutzuckermonitoring übernehmen wir in der Tierarztpraxis Bahnstraße Wolkersdorf für Sie.
Ja, Insulin wird bei den meisten Tieren ein- oder zweimal täglich unter die Haut gespritzt. Die Injektionen sind einfach zu lernen und für das Tier kaum schmerzhaft.
Insulin muss nicht an den Zuckertageswert angepasst werden. Sowohl bei Hunden als auch bei Katzen wird eine konstante Menge Insulin verabreicht. Änderungen der Insulinmenge dürfen nur vom Tierarzt durchgeführt werden.
Wenn Sie vergessen haben, Ihrem Haustier Insulin zu spritzen oder unsicher sind, ob die gesamte Dosis verabreicht wurde, injizieren Sie erst wieder zum nächsten geplanten Zeitpunkt die normale Dosis und NICHT die doppelte Menge. Es ist besser, eine Dosis auszulassen, als eine Überdosis zu verabreichen!
Zu viel Insulin kann zu einer gefährlichen Unterzuckerung (hypoglykämischer Schock) führen, der lebensbedrohlich für Ihr Tier sein kann. Bei Unsicherheit oder weiteren Fragen können Sie uns jederzeit in der Tierarztpraxis Bahnstraße Wolkersdorf kontaktieren. Wir beraten Sie gerne in Ihrem individuellen Fall.
Um solche Vorfälle in der Zukunft zu vermeiden, können Sie eine Erinnerung auf Ihrem Handy oder eine Notiz anbringen, um die Insulingabe nicht zu vergessen. Es ist wichtig, dass Insulin konsequent verabreicht wird, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und Komplikationen zu vermeiden.
Velagliflozin ist ein oral anzuwendendes Antidiabetikum zur Behandlung des Diabetes mellitus bei Katzen. Bei weiteren Fragen können Sie uns jederzeit in der Tierarztpraxis Bahnstraße Wolkersdorf kontaktieren. Wir beraten Sie gerne in Ihrem individuellen Fall.
Symptome einer Unterzuckerung sind Zittern, Muskelkrämpfe, Schwäche, Koordinationsstörungen, Verwirrtheit oder ungewöhnliches Verhalten oder Bewusstlosigkeit in extremen Fällen. Zeigt Ihr Haustier eines dieser Symptome, sollten Sie den Blutzuckerspiegel messen. Bei Unterzuckerung geben Sie dem Tier schnell Zucker in flüssiger Form (z. B. Honig, Traubenzucker oder zuckerhaltiges Wasser) in den Mund, wenn es bei Bewusstsein ist. Wenn die Symptome schwerwiegender sind oder das Tier bewusstlos ist, muss sofort ein Tierarzt aufgesucht werden – dieser Zustand ist für Ihr Tier lebensgefährlich.
Ja, es gibt verschiedene Arten von Insulin, die für Hunde und Katzen zugelassen sind. Verwenden Sie bitte immer das Ihnen vom Tierarzt verschriebene Insulin zusammen mit den passenden Nadeln. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Nadeln die richtigen Einheiten für das Insulinprodukt haben.
Typische Symptome sind: vermehrtes Trinken (Polydipsie), häufiges Wasserlassen (Polyurie), Gewichtsverlust trotz gutem Appetit, Mattigkeit und trübe Linsen (Katarakt) beim Hund. Katzen zeigen oft eine typische Hinterhandschwäche (diabetische Neuropathie).
Ja — bei Katzen ist eine Remission (vorübergehende oder dauerhafte Insulinunabhängigkeit) möglich, wenn Diabetes früh erkannt und intensiv behandelt wird. Schlüssel sind eine kohlenhydratarme Diät und konsequente Insulintherapie.
Die Tierarztpraxis Bahnstraße in Wolkersdorf behandelt Diabetespatienten aus dem Weinviertel, Wien 21./22. Bezirk, Bezirk Korneuburg, Mistelbach und Gänserndorf. Fahrtzeit aus Wien 21./22.: ca. 25–35 Minuten.
Wolkersdorf im Weinviertel liegt ca. 25 km nördlich von Wien. Aus dem 21. Bezirk (Floridsdorf) ca. 25–30 Minuten, aus dem 22. Bezirk (Donaustadt) ca. 30–40 Minuten. Per S2-Schnellbahn (Wien Praterstern → Wolkersdorf) ca. 35 Minuten. Adresse: Bahnstraße 92, 2120 Wolkersdorf im Weinviertel.
Ja. Die Tierarztpraxis Bahnstraße in Wolkersdorf ist Ihre Fachtierarztpraxis im Weinviertel – Spezialisten in der Kleintiermedizin für Ihren Hund und Ihre Katze. Unsere Schwerpunkte sind Innere Medizin, Herzultraschall, Ultraschall und Endoskopie. Aus den Bezirken Korneuburg, Mistelbach und Gänserndorf sowie aus Wien-Floridsdorf und Wien-Donaustadt sind Sie meist in 15 bis 40 Minuten bei uns. Parkplätze finden Sie direkt an der Praxis.
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